04.08.2017

Ein richtungsweisendes Derby

von Dominik Gsell

Sowohl Rot-Weiss Essen als auch der Wuppertaler SV starteten mit einem Punkt in die neue Saison. Obwohl man mit diesem in Essen nicht zuletzt angesichts der starken Leistung in Dortmund etwas besser leben kann, spüren am Sonntag beide Teams den Druck, dreifach zu punkten, um frühzeitig Kontakt zur Spitze zu halten.

Die Gäste müssen sich bis dahin von einem späten Gegentreffer im ersten Heimspiel erholen, als der Bonner SC die Wuppertaler Führung durch Neuzugang Raphael Steinmetz zwei Minuten vor Schluss noch ausgleichen konnte. Der Ex-Oberhausener hatte als Joker geknipst und könnte Sonntag ein Kandidat für die Startelf sein. In dieser fanden sich am ersten Spieltag bereits vier Neuzugänge wieder, darunter Ex-RWE-Verteidiger Gino Windmüller und mit dem aus Aachen verpflichteten Dennis Dowidat der wohl prominenteste Zugang im Tal.

Der Kader wurde besonders in der Defensive verstärkt und insgesamt breiter aufgestellt, um nicht an die Rückrunde der Vorsaison anzuknüpfen, als die frisch aufgestiegenen Wuppertaler - in der Hinrunde noch Vierter vor RWE - einen kompletten Einbruch erlebten und in der zweiten Saisonhälfte phasenweise wie ein Absteiger auftraten. Um dem Ziel des zeitnahen Aufstiegs näher zu kommen, ist die Schonzeit für die Mannschaft von Stefan Vollmerhausen nun vorbei - vor allem lechzt die Wuppertaler Fanszene endlich wieder nach einem Derby-Erfolg. Satte vier Anläufe hatte Vollmerhausen als WSV-Coach: In der Liga gab es einen Punkt aus zwei Spielen und im Pokal setzte es innerhalb eines Jahres zwei bittere Pleiten (im Pokalfinale 2016 mit 0:3 in Essen und im letzten Halbfinale mit 2:3 daheim).

Ohnehin macht die Bilanz beider Teams Mut für das Spiel am Sonntag, denn nur drei von 17 Liga-Spielen konnte Wuppertal in Essen gewinnen. Nicht selten verirrten sich dabei mehr blau-rote Anhänger in den Essener Gästeblock, als zu den Heimspielen des WSV pilgern. Für Wuppertal steht am Sonntag das Spiel des Jahres an und in Essen tut man gut daran, gegen einen hochmotivierten Gegner erneut die Leistung vom Dortmund-Spiel abzurufen, um die gute Bilanz weiter auszubauen.

Stellte sich die RWE-Startelf in der letzten Rückrunde noch von selbst auf, hat Sven Demandt mittlerweile die Qual der Wahl. Bereits die Einwechslungen von David Jansen und Timo Brauer am ersten Spieltag deuteten das Luxus-Problem an: Endlich kann RWE wieder von der Bank nachlegen. Da Sven Demandt kein Freund des Rotationsprinzips ist, wird am Sonntag vermutlich die Elf vom Dortmund-Spiel unverändert auf den Platz gehen und die Doppelspitze Platzek/Jansen eine Option für die zweite Halbzeit bleiben. Wichtiger als die Aufstellung wird an diesem Sonntag jedoch die Einstellung sein. Schafft es RWE, an den ersten Spieltag anzuknüpfen und erneut das Publikum mit vollem Einsatz mitzureißen, stehen die Chancen auf einen Derby-Sieg und somit einen gelungenen Saisonstart gut.


EVAG Einsatzplan

Abfahrt Essen Hbf Bussteig 4

12:00 Uhr - 13:30 Uhr alle 10 Minuten Richtung Hafenstraße

Nach dem Spiel an den bekannten Haltestellen Bottroper Straße und Lüschershofstraße.


Fan-Hinweise zum Heimspiel gegen den Wuppertaler SV

Am Sonntag, den 6. August, empfängt Rot-Weiss Essen den Wuppertaler SV zum ersten Heimspiel der Saison 2017/2018. Anpfiff der Begegnung des 2. Spieltags der Regionalliga
West ist um 14.00 Uhr im Stadion Essen.

Die Tore des Stadions werden 90 Minuten vor Anpfiff geöffnet. Die Infokasse befindet sich am Spieltag im Kassenhäuschen W1-W3. Dort steht auch eine Online-Kasse zur Verfügung, die im Sitzplatzbereich eine platzgenaue Ticketauswahl ermöglicht. Der rot-weisse Fanshop ist von 12.30 bis 14.00 Uhr geöffnet sowie ab Abpfiff bis ca. 45 Minuten nach Spielende. Die Ausgabe der Kurzen Fuffzehn erfolgt am Spieltag kostenlos an allen geöffneten Kassenhäuschen.

Geöffnet werden die Sparkassentribüne, die Rahn-Tribüne, die WAZ-Westkurve sowie die Gottschalk-Tribüne (G3 und G2). Die Gästefans mit Sitz- oder Stehplatzkarte erreichen den Stadionzugang der Gottschalk-Tribüne über den Sulterkamp.

Aufgrund des hohen Zuschaueraufkommens kann es am Spieltag zu Sperrungen der Hafenstraße kommen. In diesem Fall ist die Einfahrt von der Bottroper Straße in die Hafenstraße gesperrt. Aus der Essener Innenstadt fahren RWE-Fans über die Gladbecker Straße links in die Daniel-Eckhardt-Straße und dann erneut links in die Hafenstraße. Aus Richtung Gladbeck (A42/A2) führt der Weg von der Gladbecker Straße rechts in die Daniel-Eckhardt-Straße und dann ebenfalls links in die Hafenstraße. Parkausweise sind am Spieltag ab 12.30 Uhr ausschließlich beim rot-weissen Partner MHL an der Hafenstraße 215 zum Preis von 7,00 € erhältlich.

Rot-Weiss Essen weist außerdem darauf hin, dass das Mitführen von Rucksäcken und Taschen, deren Größe das DIN A 4-Format überschreitet, sowie von Schirmen und Stöcken (Stöcke für Gehbehinderte ausgenommen) ins Stadion nicht gestattet ist. Da keine Lagerung der Gegenstände vor Ort möglich ist, wird empfohlen, auf die Mitnahme zu verzichten. Aufgrund der angespannten Verkehrssituation sowie der gängigen Personenkontrollen im Einlassbereich des Stadions empfiehlt Rot-Weiss Essen allen Besuchern eine frühzeitige Anreise.


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Tabelle

1 D'dorf 2 9
2 Viktoria 9
3 Wuppertal 7
4 Bonn 7
5 M'Gladbach 2 7
6 Dortmund 2 7
7 Uerdingen 6
8 Aachen 5
9 Rodinghausen 5
10 Oberhausen 5
11 Essen 4
12 Wiedenbrueck 4
13 Erndtebrueck 3
14 Verl 3
15 Wattenscheid 1
16 Rhynern 1
17 Koeln 2 0
18 Wegberg 0