01.10.2014

Der ewige Regionalligist

von Hendrik Stürznickel

Das Spiel am kommenden Freitag ist beinahe schon ein Traditionsduell. Es gibt kaum einen Gegner, gegen den RWE in den letzten zwanzig Jahren so häufig angetreten ist wie der SC Verl. Lediglich die Zweit- und Oberligajahre schieden Rot-Weiss von dem ewigen Regionalligisten SC Verl.

Marc Fascher hat die Qual der Wahl bei der AufstellungMan hat das Gefühl, die kleine Stadt wenige Kilometer vor Bielefeld spiele schon immer in der Regionalliga und der Eindruck täuscht kaum. Es gab in der Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts eine kurze Durststrecke in der Oberliga, ansonsten fand man den Sportclub durchweg in dieser Spielklasse.

Auch wenn diese Liga nur noch die vierthöchste in Deutschland ist, ist die Arbeit in Verl gar nicht hoch genug zu schätzen, immerhin unterscheidet sich der Verein massiv von finanziell hochgeputschten Vereinen wie Viktoria Köln, Lotte oder Fortuna Köln. Natürlich bekommen die Fußballer an der Poststraße ebenfalls Geld, dennoch ist der Etat in Verl nicht exorbitant hoch. Umso beeindruckender, dass der SC sich doch immer im gesicherten Mittelfeld wieder findet und schon oft Vereine hinter sich gelassen hat, die einen wesentlich höheren Aufwand betreiben.

Bislang hat es für Verl fast nur zu Siegen gegen Vereine gereicht, die sich im unteren Tabellendrittel wieder finden (Hennef, Wattenscheid, Herne-Ost II). Doch sei an dieser Stelle Vorsicht geboten, denn im ersten Saisonspiel gewann der SC mit 3:0 gegen Oberhausen, die auch in dieser Saison kein Fallobst sind. Hier sollte RWE also mit einer konzentrierten Vorstellung ins Spiel gehen. Am nötigen Selbstbewusstsein sollte es nun nicht mehr fehlen. In Rödinghausen konnte RWE den zweiten Sieg in Serie einfahren und kletterte auf den vierten Rang. Damit ist man nicht nur im Zielkorridor, sondern ist auch nur zwei Punkte vom zweiten Platz entfernt. Der Punkteabstand zur Viktoria lädt auch wieder zum Träumen ein, und seien wir mal ehrlich, erst durch die „Was-wäre-wenn“-Spielchen wird eine Saison doch erst spannend.

Die Verletztenliste bleibt erfreulich dünn. Die Verletzung von Kai Nakowitsch stellte sich als Platzwunde heraus. Damit hatte der Verteidiger Glück im Unglück, da viele Knochenbrüche im Gesicht vermuteten angesichts der Heftigkeit des Zusammenstoßes. Somit kann er wiederum eine Alternative für die Abwehr darstellen, die auch mit Richard Weber und dem momentan starken Zeiger funktionierte. Noch schwieriger stellt sich die Lage für Marc Fascher dar. Nachdem er gegen Rödinghausen die starke Leistung von Tobias Steffen belohnte und dafür Marvin Studtrucker aus der Startelf strich, sorgte ebendieser Studtrucker für den Siegtreffer. Er traf zwar nur den Pfosten, aber es war sein Schuss, der zum 1:0 führte. Das nennt man wohl ein Luxusproblem.

Am Tag der deutschen Einheit ruft das Stadion Essen und es werden hoffentlich wieder etwas höhere Zuschauerzahlen vermeldet. Das Wetter wird mitspielen, es soll ein wunderbarer Herbstabend werden. Die Mannschaft scheint sich gefunden zu haben und liefert. Der Feiertag kann mit einem Stadionbesuch abgeschlossen werden und die Firmen Ulrich und Stauder sorgen für die kulinarische Untermalung, also auf ins Stadion. Auf einen Sieg für RWE!


EVAG Einsatzplan

Abfahrt Essen Hbf Bussteig 4

16:00 Uhr - 17:30 Uhr alle 10 Minuten Richtung Hafenstraße

Nach dem Spiel an den bekannten Haltestellen Bottroper Straße und Lüschershofstraße.


Hinweise zum Spiel gegen den SC Verl

Am Freitag trifft Rot-Weiss Essen im heimischen Stadion Essen auf den SC Verl. Anpfiff der Begegnung an der Hafenstraße ist um 18:00 Uhr. Die rot-weisse Heimspielstätte öffnet 90 Minuten vor Anpfiff.

Die Infokasse befindet sich am Spieltag wie gewohnt im Kassenhäuschen W1/W2. Die Ausgabe der Kurzen Fuffzehn erfolgt am Spieltag kostenlos an allen geöffneten Kassenhäuschen. Aufgrund der Fantrennung bleibt der äußere Stadionumlauf geschlossen. Gästefans gelangen über den Eingang „Sulterkamp“ zu den Tageskassen und ihren Plätzen auf der Gottschalktribüne.

Den Besuchern des Stadion Essen rät RWE, die Anreise über die Gladbecker Straße (B224) vorzunehmen und dann über die Daniel-Eckhardt-Straße links auf die Hafenstraße zu biegen.

Parktickets für den Parkplatz P2/3 sind noch bis einschließlich Donnerstag 18.00 Uhr im Fanshop an der Hafenstraße zu erwerben. Am Spieltag sind die Parkausweise ab 17:30 Uhr ausschließlich beim rot-weissen Kulturgutschützer MHL an der Hafenstraße 215 zum Preis von 7,00 € erhältlich. Der Verkauf der Parkausweise endet 30 Minuten nach Spielbeginn.
Der Kiosk W2 unter der "WAZ-Westkurve" bleibt nach dem Schlusspfiff der Begegnung eine Stunde für RWE-Fans geöffnet.

Außerdem ist für das anstehende Spiel des otelo-Niederrheinpokals am Samstag, den 11. Oktober, 15.00 Uhr bei Germania Ratingen (Stadion Ratingen, Stadionring 5, 40878 Ratingen) im Fanshop an der Hafenstraße eine Sonderkasse eingerichtet. Dort sind die Tickets zu folgenden Preisen, inklusive Vorverkaufsgebühr zu erwerben:

Vollzahler:  10,50 €
Ermäßigt:     8,50 €


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Tabelle

1 Viktoria 72
2 Dortmund 2 63
3 M'Gladbach 2 62
4 Oberhausen 59
5 Essen 55
6 Koeln 2 51
7 Aachen 50
8 Wattenscheid 50
9 Bonn 48
10 Rodinghausen 48
11 Wuppertal 42
12 D'dorf 2 41
13 Verl 40
14 Wiedenbrueck 39
15 Ahlen 32
16 Schalke 2 30
17 Sprockhoevel 24
18 Siegen 21