26.01.2012

"Wir haben etwas gutzumachen"

von Hendrik Stürznickel

Fußball am Samstag um 15:30 Uhr gegen den 1. FC Köln. Das hört sich danach an, wonach sich jeder RWE-Anhänger sehnt. Das riecht nach 1. Liga. Leider ist es nur die Zweitvertretung der Geißböcke und die etwas krude Anstoßzeit ist sicherheitstechnischen Bedenken geschuldet. Da die 1. Mannschaft der Domstädter um 18:30 Uhr gegen Schalke antritt hätten so noch einzelne Zuschauer zur Hafenstraße kommen können. Da es aber Angst vor Auseinandersetzung gibt, hat man dieser Möglichkeit sogleich einen Riegel vorgeschoben.

Bei RWE hat man auch im neuen Jahr mit alten Problemen zu kämpfen, denn die Innenverteidigung muss einmal mehr neu besetzt werden. Vincent Wagner muss aufgrund seiner 5. gelben Karte pausieren und damit ist der Platz neben Thomas Denker, der in der Woche ebenfalls angeschlagen war, vakant. Eine endgültige Entscheidung hat der Trainer noch nicht getroffen, da er viele Möglichkeiten durchdenkt. Markus Heppke könnte somit wieder zurückgezogen werden, wobei diese Möglichkeit unwahrscheinlich ist, da er dringend im Mittelfeld gebraucht wird. Darüber hinaus könnte auch Dirk Jasmund, wie bereits vor der Winterpause, den Platz einnehmen. Selbst Julian Dusy ist ein Thema, der in der Hinrunde noch nicht von Beginn an antreten durfte.

Wer spielt neben Thomas Denker in der Innenverteidigung?Adrian Schneider ist nach seiner Verletzung noch nicht bei 100%, sodass er an diesem Spiel noch nicht teilnehmen kann. Die Verletztenliste hat sich ebenfalls nicht gelichtet, sodass kaum eine andere Aufstellung im Vergleich zur vergangenen Woche zu erwarten ist. Allerdings ist es auch unnötig, da RWE in Mainz überzeugen konnte. Mal abgesehen von der chronischen Abschlussschwäche bot das Team am vergangenen Samstag eine ordentliche Partie, die sie zeitlich glücklich, aber dennoch verdient für sich entscheiden konnte.

Auf dem Transfermarkt wird RWE wohl auch nicht mehr aktiv, da die Verantwortlichen keinen Ersatz gefunden haben, der Rot-Weiss auch über die Saison hinaus verstärkt. Mit der Ansage, dass ein Schnellschuss nur um die Gemüter zu beruhigen nicht zu machen ist, treffen die Verantwortlichen einmal mehr den professionellen Ton, der an der Hafenstraße vorherrscht. Aber nichtsdestotrotz brodelte die Gerüchteküche unter der Woche. Der Berater von Benedikt Koep betonte einmal mehr, dass er die Zukunft seines Schützling ein bis zwei Ligen höher sieht und das bedeutete bereits heiße Diskussionen. Mal davon, was er sich von einem solchen Vorgehen verspricht, wird Benedikt Koep auch über den 31. Januar hinaus das RWE-Trikot tragen. Und auch die kommende Saison wird attraktiv in Essen, sodass auch eine Vertragsverlängerung mehr als möglich erscheint.

Darüber hinaus erschütterte eine weitere Nachricht die Regionalliga. Der DFB hat den vorherigen Beschluss aufgehoben, dass die Höchstzahl der zugelassenen Zweitvertretungen in den neuen Regionalligen höchstens sieben betragen darf. Damit wird das neue Ligengeflecht immer untragbarer für die Amateurclubs. Ziel der Rechnung war es die Zweitmannschaften zu begrenzen (gut wäre es gewesen sie ganz zu verbannen). Diese Rolle rückwärts ist ein Schlag für alle Mannschaften. Diese Regelung, die wirklich ein sehr praxisferner Bürokrat ausgeheckt haben muss, wird hoffentlich schnell wieder gekippt, denn so ist die Regionalliga West deutlich attraktiver, als das, was uns im kommenden Jahr erwartet.

"Wir haben etwas gutzumachen" sagt der WaldiNun aber zur dringendsten Aufgabe. Köln startet erst jetzt ins neue Jahr, da das Spiel in der vergangenen Woche gegen Borussia Mönchengladbach ausgefallen ist. Mit einem Punkt mehr und einem positiven Torverhältnis, da die Kölner Stürmer öfter ins Schwarze treffen, bewegt sich der FC mit RWE auf Augenhöhe. Verstärkungen aus der Ersten Mannschaft sind kaum zu erwarten, da der FC kurz nach dem Abpfiff im Georg Melches Stadion zu Hause antritt. Trainer Waldemar Wrobel fordert Wiedergutmachung für die Hinserie, denn RWE verlor im Kölner Stadion mit 1:2 nach einer über weite Strecken schwachen Leistung. An der Hafenstraße geht es Rot-Weiß besser und sie erhoffen sich vor der großen Kulisse weitere Punkte gegen die Kölner. Mit dem positiven Auftakt und einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die einen Vincent Wagner ersetzen muss, sollte hier die Grundlage für den ersten von hoffentlich vielen Heimsiegen des Jahres 2012 gelegt wird.


Bilanz gegen den1. FC Köln II

Regionalliga West / Oberliga Nordrhein
  Siege Unentschieden Niederlagen Gesamt
Heim 2 4 1 7
Auswärts 3 2 2 7
Gesamt 5 6 3 14
Gesamt

EVAG Einsatzplan

Abfahrt Essen Hbf Bussteig 4

13.30 - 15.00 Uhr alle 10 Minuten Richtung Hafenstraße

Nach dem Spiel an den bekannten Haltestellen Bottroper Straße und Lüschershofstraße.


Organisatorisches zum Heimspiel

Zum Heimspiel gegen Düsseldorf II bleibt der Gästebereich geschlossen. Die Stadiontore öffnen um 14.00 Uhr. Der Einlass zu Block N erfolgt über die Zugänge zur Osttribüne. Die Cateringstände und die sanitären Anlagen hinter der Nordtribüne stehen den RWE-Fans komplett zur Verfügung. Nach dem Spiel kann das Stadion ebenfalls über den Ausgang der Nordtribüne verlassen werden.