12.05.2010

Rot-Weiss Essen - Wuppertaler SV Borussia


Finale, oho!

Durch viel Kampf und etwas Glück hat Rot-Weiss Essen das Finale des Niederrheinpokals erreicht. Mit 3:2 besiegte der Regionalligist den Absteiger in die Vierte Liga aus Wuppertal und hat nun gute Chancen, im nächsten Jahr in der ersten Runde des DFB-Pokals anzutreten.

Gedenken an Paul NikelskiIm Vergleich zum Spiel gegen Mannheim änderten Uwe Erkenbrecher und Ralf Aussem ihre Mannschaft nur auf einer Position. Auf der linken Seite stand Robert Mainka statt Daniel Chitsulo in der Startelf. Der WSV musste auf einige verletzte Spieler verzichten. Mit Mitja Schäfer und Stefan Lorenz fanden sich zwei Ex-Essener auf dem Spielberichtsbogen, zwei weitere ehemalige Rot-Weisse (Victor Hugo Lorenzon und Sven Lintjens) werden nicht mehr berücksichtigt.

Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen "Mr. RWE" Paul Nikelski begann der Gastgeber vor 6.141 Zuschauern druckvoller und wurde nach sechs Minuten prompt belohnt. Eine Freistoßflanke wurde vor dem Gästegehäuse auf Sebastian Stachnik abgelegt, der keine Mühe hatte, den Ball zur Essener Führung in die Maschen zu köpfen. In der Folgezeit hatte RWE das Spiel weiter unter Kontrolle, der WSV kam erst nach 20 Minuten besser in die Begegnung. In der 35. Minute setzte es dann aber die kalte Dusche für die Essener Hintermannschaft. Karsten Fischer wurde im Mittelfeld nicht richtig attackiert und schlenzte den Ball aus etwa 20 Meter Torentfernung in den Winkel – 1:1. Die Rot-Weissen verloren nun völlig den Faden und konnten sich bei André Maczkowiak und dem Unvermögen der Wuppertaler Offensive bedanken, dass es mit dem Unentschieden in die Kabine ging.

Nach dem Pausentee spielte der WSV so weiter wie vor der Pause und setzte die Essener Abwehr unter Druck. Erst konnte „Matze“ glänzend gegen Karsten Fischer klären, dann klärten erst der angeschlagene Ouedraogo und dann Timo Brauer für ihren bereits geschlagenen Torwart auf der Linie. Genau zum richtigen Zeitpunkt und völlig überraschend fiel dann aber ein Tor – und zwar für Rot-Weiss Essen. Im Anschluss an eine Ecke kam Ouedraogo zum Kopfball und Ken Asaeda verlängerte die Kugel unglücklich ins eigene Tor.

Kollektives Ausrasten nach SpielendeDie Stimmung an der Hafenstraße kannte nun kein Halten mehr und seit langer Zeit erlebte man mal wieder, wie beeindruckend die Fans das Georg-Melches-Stadion beschallen können. Zwanzig Minuten nach dem Führungstreffer gab es einen unberechtigten Freistoß für Essen in zentraler Position vor dem Strafraum. Die Osttribüne skandierte bereits „Wunderlich, Wunderlich!“, als genau dieser sich die Kugel nahm und im Torwarteck versenkte. WSV-Schlussmann Sascha Samulewicz machte dabei keine glückliche Figur.

Sieben Minuten vor Spielende rutschte den Essenern jedoch das Herz wieder einmal in die Hose, denn Wuppertal gelang aus dem Nichts plötzlich der Anschlusstreffer. In Erinnerung an die vielen späten Gegentore wackelte die Essener Abwehr noch mal gewaltig, doch die Rot-Weissen kämpften das knappe Ergebnis nach elendig langen Schlussminuten doch noch über die Zeit. Einziger Wermutstropfen bei der anschließenden Humba war die Verletzung von André Maczkowiak, der sich bei Feiern einen Bänderriss zuzog und für das Finale wohl ausfallen wird.

Dort tritt RWE dann gegen Schwarz-Weiß Essen an. Der Stadtrivale vom Uhlenkrug setzte sich im Halbfinale gegen den 1. FC Kleve durch. Gerade nach den Erfahrungen des letzten Finales gegen Speldorf darf der ETB auf keinen Fall unterschätzt werden. Die Mannschaft von Dirk Helmig spielt in der NRW-Liga eine gute Saison und schlug in der Saisonvorbereitung im Sommer ihren Endspielgegner mit 1:0. Seitdem hat sich auf beiden Seiten viel getan, doch die Essener sollten gewarnt sein. Ehe man sich auf Schalke 04 und Bayern München freuen darf, steht dem Team gegen den Fünftligisten aus dem Essener Süden noch eine ganze Menge Arbeit bevor.

Jawattdenn-Spielerbewertung

André Maczkowiak
Maczkowiak
[2]
Timo Brauer
  Brauer
[3]
Sebastian Zinke
Zinke
[3-]
Denny Herzig
Herzig
[3]

Dennis Bührer
Bührer
[3]

Bartosz Broniszewski
Broniszewski
[3+]
Igor Bendovskyi
Bendovskyi
[3]
Alassane Ouedraogo
Ouedraogo
[2-] 
Mike Wunderlich
Wunderlich
[2-]
Robert Mainka
Mainka
[3-]
Sebastian Stachnik
Stachnik
[3+]
Daniel Chitsulo
Chitsulo
[3-]
Dirk Heinzmann
Heinzmann
[o.B.]
Markus Kurth
Kurth
[o.B.]
   


Rot-Weiss Essen

Maczkowiak - Brauer, Herzig, Zinke, Bührer - Broniszewski, Bendovskyi - Ouedraogo (59. Chitsulo), Wunderlich (87. Kurth), Mainka - Stachnik (83. Heinzmann)

Wuppertaler SV Borussia

Samulewicz - Neunaber, S. Lorenz, Schäfer, Neppe (77. Dressler) - Weikl - Bernhardt (84. Schröder), Fischer, Asaeda (69. Uca) - Keita-Ruel, Braun

Tore 

1:0 Stachnik (6.), 1:1 Fischer (35.), 2:1 Asaeda (57., Eigentor), 3:1 Wunderlich (78.), 3:2 Braun (83.)


Zuschauer

6.141

Schiedsrichter

Borsch (Mönchengladbach)

Gelbe Karte

Weikl



Spieler des Spiels RWE - Wuppertal


 


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8 Wattenscheid 50
9 Bonn 48
10 Rodinghausen 48
11 Wuppertal 42
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