23.02.2008

RWE - Borussia Dortmund

 

Feuer und Flamme?

RWE - BVBEin Schicksalsspiel? Das Ende einer schwarzen tor- und trostlosen Serie? Viel wurde vor dem Spiel philosophiert - jetzt würde alles besser! Am Ende blieb nicht viel, woran eine Besserung gemessen werden könnte. 0:0 gegen technisch starke, in der Offensive schwache Dortmunder hieß das Ergebnis im ersten Heimspiel nach der Winterpause.

Dabei änderte Bonan kurzfristig seine Startelf. Mit Rolf-Christel Guie-Mien gab es ein weiteres Comeback, nachdem Sercan Güvenisik schon in Ahlen wieder spielen konnte. Mit ihm sollte auch wieder mehr spielerische Linie ins Spiel der Essener zurückkehren. Da auch Mario Klinger von Anfang an ins defensive Mittelfeld durfte, musste Michael Lorenz in der Dreier- oder doch Viererkette spielen. So richtig wurde die Rolle von Niklas Andersen in den ersten 45 Minuten nicht klar. Nicht von Anfang an dabei waren Tim Erfen und der grippekranke Jozef Kotula.

Knapp 8.500 Zuschauer sahen einen nervösen Beginn der Heimmannschaft. Deutlich merkte man ihr die Verunsicherung an. Die Erkenntnis des "Sprunges" auf die Abstiegsränge nach der Niederlage in Ahlen steckte anscheinend in den Knochen. Auf diese ging es in den Anfangsminuten durch unbeherrschtes Einsteigen beider Mannschaften, wobei es die jungen Dortmunder das eine oder andere Mal in der ersten RWE - BVBHälfte verstanden, theatralisch beim Schiedsrichter Karten für die gegnerische Mannschaft zu provozieren. Insgesamt sahen die Zuschauer eine schwache erste Halbzeit, in der es beide Seiten verpassten, sich auf die wesentlichen Dinge im Spiel zu konzentrieren. Paul Jans bekam vom schwachen Schiedsrichter Ittrich nicht nur die gelbe Karte, sondern ihm wurde auch unmissverständlich klar gemacht, dass er bei der nächsten Auffälligkeit den Platz verlassen müsse. Deshalb reagierte Heiko Bonan, der ihn und den angeschlagenen Michael Lorenz vom Platz nahm und Tim Erfen sowie Sercan Güvenisik Einsatzzeiten bescherte.

Mit den beiden wirkte die Essener Mannschaft etwas zielstrebiger. Das Spiel verlagerte sich zunehmend auf die rechte Angriffsseite. Da nun Jonathan Joseph-Augustin in die Zentrale wechselte wurde nun auch das Spielsystem deutlich. Die Abwehr bestand nun wieder aus einer Dreierkette, die Ausrichtung damit noch deutlich offensiver. Leider vermag es keiner der Mittelfeldspieler in diesem Spiel zu führerischen Fähigkeiten. Gänzlich tauchte Tim Gorschlüter ab. Da aber Sören Brandy und Tim Erfen immer wieder in die Angriffe involviert wurden, kam es endlich zu Torszenen. Leider konnte weder Guie-Mien, noch Andersen etwas aus guter Position ausrichten. Weiterhin im Mittelpunkt stand dagegen Schiedsrichter Ittrich, der es verstand die Partie durch RWE - BVBseine kleinliche Art und durch diverses Eingreifen in das Spielgeschehen zu blockieren. Höhepunkt: Nach 70 Spielminuten zeigte er nach diversen gelben Karten auch rot, für den "vorbestraften" Dortmunder Sebastian Hille.

Einmal wurde es für die Dortmunder noch richtig brenzlich. Ein Freistoß aus 18 Metern durch Guie-Mien verfehlte nur knapp das Tor. Kurz zuvor war der einzige Treffer der Begegnung wegen einer zweifelhaften Torwartbehinderung aberkannt worden.

Die Darstellung der wenigen Spielszenen verdeutlicht es. Dieses Spiel hatte einen ganz schwachen Charakter und in dieser Form wird es schwer, die Klasse zu halten. Erst gerade dann, wenn die Konkurrenz (Ahlen gewann 4:0 bei Wuppertal) Stärke beweist.


(tp)


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Rot-Weiss Essen

Masuch - Joseph-Augustin, M. Lorenz (46. Erfen), Czszyczon, Andersen (79. Kazior) - Klinger, Gorschlüter - Brandy, Guie-Mien - Kurth, Jans (46. Güvenisik)


Borussia Dortmund

Höttecke - Hillenbrand (63. Oscislawski), Njambe, Hünemeier, Schmelzer - M. Großkreutz (90. M. Rummenigge), Gordon - Öztekin, Ricken, Hille - Nöthe (78. Omerbegovic)


Tore

Fehlanzeige


Zuschauer

8.306


Schiedsrichter

Ittrich (Hamburg)


Gelbe Karten

Kurth, Gorschlüter, Jans, Joseph-Augustin, Erfen, N. Andersen - Oscislawski, M. Großkreutz


Gelb-rote Karte

Hille (Dortmund) wegen Unsportlichkeit (69.)

 














.....

 

Spieler des Spiels

Sören Brandy

Jawattdenn Spielerbewertung

 

Masuch
3
Andersen
4+
Czyszczon
4+
Joseph-Augustin
3-
Erfen
3+
Klinger
3
Gorschlüter
4+
M. Lorenz
4
Brandy
3+
Güvenisik
4+
Guie-Mien 3-
Kurth 3-
Jans 4-