In den letzten Jahren wechselte das rot-weisse Personal jedes Jahr,
kaum ein Spieler blieb länger als ein Jahr. Helden wurden in den
letzten Jahren nicht geboren, dafür aber umso mehr Versager. Erst in
dieser Saison, angekommen am vermeintlichen Tiefpunkt in Liga Vier,
begannen die Verantwortlichen wieder vermehrt auf die eigene Jugend zu
setzen und Spieler zu holen, die sich mit dem Verein und der Region
identifizieren. Neben die sehr geringen finanziellen Möglichkeiten
gesellte sich wohl auch die Einsicht, dass man mit einem jährlichen
wechselnden Kader langfristig einfach nicht erfolgreich sein kann.
In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft hat Jawattdenn.de keine Mühen
gescheut und den Weg eines jeden Spielers der letzten Jahre
recherchiert. Spielen wirklich viele Kicker jetzt höherklassig? Wer war
wirklich stark und konnte sich durchsetzen, wer verschwand in der
Versenkung? Kurz, wer ist wo? Alle Fußballer sind jeweils in der Saison
zu finden, in der sie zuletzt im Kader von RWE gelistet waren. Die
Spieler sind nach Positionen und nach der Anzahl der Spiele im
jeweiligen Jahr geordnet. Viel Spaß!
Saison 2006/2007
Tor
Karim Zaza (9.1.1975):
Der Torwart mit dänischem und marokkanischem Pass kam 2006 von Bröndby
IF aus Dänemark an die Hafenstraße, und sollte in der Saison aufgrund
seiner Spielweise polarisieren. Die eigene Abwehr unterstütze er, indem
er fast als Libero fungierte und seine Mitspieler antrieb, zudem war er
bärenstark auf der Linie. Schwächen zeigte der teilweise als
„Fliegenfänger“ verschriene Keeper bei hohen Bällen. Für drei Partien
stellte Uwe Neuhaus seinen Vertreter Daniel Masuch in den Kasten, nach
dem Trainerwechsel zu Lorenz-Günther Köstner entwickelte sich Zaza zu
einem Leistungsträger. Nach dem Abstieg ging der Essener Torwart zurück
nach Dänemark und ist seitdem Stammtorwart bei Aalborg BK und war auch
in der Champions League aktiv.
(31 Spiele für Rot-Weiss Essen / 0 Tore)
André Maczkowiak (1.4. 1983)
Der gebürtige Leverkusener kam im Sommer 2005 zusammen mit Ferhat
Kiskanc von der Zweiten Mannschaft vom 1.FC Köln und konnte sich
schnell den Stammplatz von Dirk Langerbein erobern. Während der
gesamten Saison sorgte als sicherer Rückhalt für Stabilität in der
Defensive. Nach dem Aufstieg in die Zweite Liga war allerdings der
neuverpflichtete Karim Zaza die Nummer Eins, so dass er Essen nach nur
einem Zweitligaeinsatz in Richtung Erfurt verließ. In Erfurt spielte er
dann regelmäßig in der Regionalliga, bevor er hauptsächlich aus
privaten Gründen vor der Saison 08/09 in die inzwischen nur noch
viertklassige Regionalliga nach Essen zurückkehrte. Dort hatte er dann
auch sofort wieder einen Stammplatz im Tor, musste allerdings je nach
Trainer immer mal wieder Robin Himmelmann für einige Spiele Platz
machen. Derzeit ist „Matze“ als Nummer Eins gesetzt.
(65 Spiele / 0 Tore)
Dirk Langerbein (9.9.1971):
Der Routinier wechselte zur Saison 2005/2006 vom 1. FC Nürnberg aus der
Bundesliga nach Essen, und war als Stammtorhüter für die kommende
Spielzeit fest eingeplant. Nach schwachen Leistungen zu Saisonbeginn
fand er sich jedoch bereits am 4. Spieltag auf der Bank wieder, André
Maczkowiak ersetzte ihn. Für sechs weitere Spiele stand er aufgrund
einer Verletzung von „Matze“ vor der Winterpause zwar noch im Kasten,
anschließend sollte er jedoch kein Spiel mehr für Essen bestreiten. In
der folgenden Saison war er nur noch vierter Torwart ohne Perspektive,
sein Vertrag wurde im Januar 2007 aufgelöst. Langerbein ging nach Ahlen
und bestritt für diesen Verein sowohl in der Regionalliga als auch in
der Zweiten Bundesliga noch einige Spiele, ehe er im Juli 2009 Ahlener
Torwarttrainer wurde und seit Ende September auch als Co-Trainer bei RW
Ahlen tätig ist.
(9 Spiele / 0 Tore)
Daniel Masuch -> 2007/2008 (Saison folgt)
Abwehr
Thomas Kläsener (14.8.1976):
Zwischen 1996 und 2006 bestritt Kläsener 32 Bundesligaspiele für den FC
Schalke 04. Als erfahrener Abwehrspieler sollte er die Essener
Defensive führen und spielte als Kapitän in Essen eine ordentliche
Saison. Er bestritt die ersten 33 Auftritte der Saison, am letzten
Spieltag fehlte er wegen einer Gelb-Sperre und musste von der Tribüne
aus zusehen, wie die Mannschaft in Duisburg abstieg. In der folgenden
Saison stieg der Routinier mit dem SC Paderborn aus der Zweiten Liga
ab, es folgte ein Jahr beim FC Augsburg, sein Vertrag wurde
anschließend nicht verlängert. Seit Sommer 2009 kickt Kläsener bei
„RasenBallsport“ Leipzig.
(33 Spiele / 1 Tor)
Pascal Bieler (26.2.1986):
Der talentierte Berliner wurde im Sommer 2006 von Hertha BSC für ein
Jahr an Rot-Weiss Essen ausgeliehen. Dort setzte er sich direkt durch
und verpasste als Stammspieler nur ein Saisonspiel. In der Saison
2007/2008 gehörte er zum erweiterten Kreis der Profimannschaft und
bestritt einige Bundesligaspiele. Nach seinem Wechsel 2008 zum 1. FC
Nürnberg kämpfte er sich in die Erste Mannschaft und stieg 2009 in die
erste Bundesliga auf. Dort konnte er sich allerdings bisher nicht
durchsetzen.
(33 Spiele / 0 Tore)
Martin Hysky (25.9.1975):
Der Tscheche wechselte 2006 zum Aufsteiger nach Essen und bildete mit
Thomas Kläsener über große Strecken der Saison ein gutes
Innenverteidigerpaar. Anschließend wechselte er zu den Kickers aus
Offenbach und verpasste seit seinem Wechsel kein einziges Spiel, seit
Sommer 2008 ist sogar Kapitän und bildet mit seiner Hintermannschaft
zusammen mit Torwart Robert Wulnikowski die beste Defensive der Liga,
so dass die Kickers derzeit Tabellenführer der Dritten Liga sind.
(30 Spiele / 0 Tore)
Michael Bemben (28.1.1976):
Der gebürtige Pole mit deutscher Staatsbürgerschaft verstärkte die
Essener nach dem Abstieg in die Regionalliga Nord im Jahr 2005. In der
folgenden Aufstiegssaison bildete er zusammen mit Holger Wehlage eine
bärenstarke rechte Seite. In der Zweiten Bundesliga absolvierte der
rechte Verteidiger noch 24 Partien, kam aber gegen Ende der Saison
nicht mehr zum Zuge. Er folgte seinem Trainer Uwe Neuhaus zu Union
Berlin, und schaffte dort als Stammspieler zuerst die Qualifikation für
die Dritte Liga. Ein Jahr später durfte er sogar den Aufstieg in die
Zweite Bundesliga feiern und sorgt dort mit dem Ost-Berliner Club für
Furore.
(58 Spiele / 7 Tore)
Ronny Nikol (11.7.1974):
Ronny Nikol unterschrieb im Juni 2005 einen Vertrag an der Hafenstraße.
Zuvor war sein Vertrag bei Dynamo Dresden wegen eines Trainingsbesuches
in alkoholisiertem Zustand aufgelöst worden. In der Aufstiegssaison
verpasste er wegen einer Verletzung zwar das Saisonfinale, war bis
dahin aber Stammspieler. In der Zweiten Liga konnte er sich jedoch
nicht durchsetzen, der gebürtige Berliner wurde nur noch achtmal
eingewechselt. Es folgte der Wechsel zu Dynamo Dresden, wo der
mittlerweile 35-jährige noch regelmäßig zum Einsatz kommt.
(30 Spiele / 0 Tore)
Florian Thorwart (20.4.1984):
Der gebürtige Hagener verließ nach der Saison 2004/2005 den VfB Lübeck
und schloss sich dem rot-weissen Team an. Nachdem er in der Hinrunde
nur wenig zum Einsatz gekommen war, bildete er in der Rückrunde
zusammen mit Stefan Lorenz ein stabiles Innenverteidigerpaar. Im
Folgejahr im Bundesligaunterhaus konnte er sich gegen seine erfahrenen
Konkurrenten nicht durchsetzen und absolvierte kein weiteres Spiel mehr
für Rot-Weiss Essen. Es folgte ein Jahr bei der SSVg. Velbert, ehe er
die U23 von Schalke 04 verstärkte. Dort musste der 27-jährige
allerdings vor wenigen Wochen seine Karriere wegen einer Hüftdysplasie,
die kein schmerzfreies Spielen mehr zuließ, beenden. Er wird sich nun
wieder seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Uni
Bochum zuwenden.
(22 Spiele / 0 Tore)
Danijel Stefulj (2.6.1973):
Der zweimalige kroatische Nationalspieler wechselte im Spätherbst
seiner Karriere zur Rückrunde der Saison 2005/2006 zu Rot-Weiss Essen
und sollte mit seiner Bundesligaerfahrung (35 Spiele für Hannover 96)
die linke Abwehrseite stabilisieren. In seinen zehn Saisonspielen sah
man ihm diese Erfahrung an, leider mit den Begleiterscheinungen
Langsamkeit und Unbeweglichkeit. Wenig überraschend kam er in der
folgenden Saison nicht mehr zum Einsatz, sein Vertrag wurde am 11.
Januar 2007 aufgelöst. Es zog in zurück nach Kroatien zu NK Medjimurje.
Dort beendete Danijel seine Karriere im Winter 2007/2008.
(10 Spiele / 0 Tore)
Hilko Ristau (24.4.1974):
Hilko Ristau (24.4.1974):
Anfang 2004 kam Ristau aus Saarbrücken, und bis Sommer 2005 war er auch
Stammspieler und bestritt 15 Regional- und 31 Zweitligaspiele. Nach dem
abstiegsbedingten Umbruch kam er in eineinhalb Jahre nur sporadisch zum
Einsatz und so wurde sein Vertrag Anfang 2007 aufgelöst. Im Sommer 2007
wechselte er zum Bonner SC, bei dem er vor über einem Jahrzehnt seine
Karriere begann. Nach nur wenigen Monaten wurde er jedoch vom BSC
suspendiert und beendete anschließend seine Karriere.
(57 Spiele / 3 Tore)
Stefan Lorenz -> 2008/2009 (Saison folgt)
Mittelfeld
Victor Hugo Lorenzón (22.5.1977):
Der Argentinier mit dem klangvollen Namen kam im Sommer 2005 aus
Düsseldorf an die Hafenstraße. Nach einigen Problemen in der Hinrunde,
setzte sich der Abräumer in der Rückrunde im defensiven Mittelfeld
durch und stieg mit Rot-Weiss Essen in die Zweite Bundesliga auf. Dort
entwickelte sich Lorenzon zu einem Leistungsträger und schoss auch fünf
Tore. Als das Team am Ende abstieg, blieb er der Zweiten Liga treu und
wechselte nach Jena. Dort konnte sich der Mann mit dem Pferdeschwanz
jedoch nicht durchsetzen. Sein Vertrag wurde nach nur sechs Monaten
aufgelöst. Wuppertal nutzte die Gelegenheit, seit Anfang 2008 ist
Lorenzon für den WSV aktiv und in der Dritten Liga derzeit Stammspieler.
(54 Spiele / 7 Tore)
Baris Özbek (14.9.1986):
Aus der eigenen Jugend wurde Baris Özbek während der Saison 2005/2006
in die Erste Mannschaft befördert. Auch in der Zweiten Liga kam er nach
dem Trainerwechsel zu Lorenz-Günther Köstner regelmäßig zum Einsatz und
begeisterte die eigenen Fans durch seine souveräne Arbeit im defensiven
Mittelfeld. Nach dem Abstieg klopfte Galatasaray Istanbul an,
logischerweise war der deutsche Jugendnationalspieler mit türkischer
Familie nicht zu halten. Auch dort setzte sich Özbek auf Anhieb durch
und spielt regelmäßig. Im Jahr 2008 wurde er türkischer Meister und
türkischer Supercupsieger.
(38 Spiele / 1 Tor)
Holger Wehlage (3.7.1976):
Vom MSV Duisburg kommend verstärkte Holger Wehlage ab 2005 den RWE. In
der Aufstiegssaison bildete er zusammen mit Michael Bemben die beste
Essener rechte Seite seit Jahren. Zudem schoss er in dieser Spielzeit
sieben Tore. In der Zweiten Liga konnte er nur selten an seine alte
Leistung anknüpfen, zudem plagten ihn immer wieder Verletzungen. 2007
unterschrieb er in Braunschweig einen Zwei-Jahres-Vertrag. Aufgrund
eines Schien- und Wadenbeinbruchs bestritt Wehlage nur 15 Spiele für
die Löwen, die seinen Vertrag nicht verlängerten. Im Sommer 2009 war
der Mittelfeldmann Mitspieler von Stefan Lorenz am VdV-Camp. Bis Ende
Oktober musste er warten, erst dann nahm in ein neuer Verein unter
Vertrag. Holger Wehlage spielt jetzt in der Oberliga Niedersachsen-Ost
beim BSV Ölper 2000.
(50 Spiele / 8 Tore)
Macchambes Younga-Mouhani (1.8.1974):
Der Kongolese, der bereits im zarten Alter von 17 Jahren für die
Nationalmannschaft seines Heimatlandes debütierte, verließ Wacker
Burghausen nach vier Jahren, um für Rot-Weiss Essen gegen den Ball zu
treten. Seine erste Spielzeit verlief äußerst erfolgreich, zehnmal
brachte er den Ball in des Gegners Tor unter und so durfte er am Ende
den Aufstieg bejubeln. Zudem brachte ihn sein kurioses Tor gegen den
Chemnitzer FC in Stefan Raabs Sendung „TV Total“ und verschaffte ihm
die Auszeichnung zum „Tor der Woche“ in der ARD-Sportschau. Die
folgende Saison fing für „Mac“ gut an, nach seiner Roten Karte am 13.
Spieltag gegen die TuS Koblenz kam er jedoch nur noch sporadisch zum
Einsatz. Im Sommer 2007 kehrte er Essen nach zwei Jahren den Rücken und
folgte dem Ruf seines Ex-Trainers Uwe Neuhaus. Trotz anfänglicher
Probleme konnte er sich bei Union Berlin durchsetzen und ist heute
fester Bestandteil der Zweitligamannschaft.
(51 Spiele / 14 Tore)
Barbaros Barut (26.1.1983):
Barbaros Barut wechselte im Januar 2007 an die Hafenstraße und eroberte
sich nach anfänglichen Schwierigkeiten dank einer überragenden Leistung
beim 5:0 gegen den 1. FC Köln einen Stammplatz im Essener Mittelfeld.
Am Ende konnte jedoch auch er den Abstieg nicht verhindern. Er ging in
sein Heimatland, zum türkischen Erstligisten Kasimpasa SK. Ein Jahr
später zog es ihn weiter zu MKE Ankaragücü, für diesen Verein kommt er
regelmäßig in der ersten türkischen Liga zum Einsatz.
(12 Spiele / 1 Tor)
Dimitrios Grammozis (8.7.1978):
Der bundesligaerfahrene Deutsch-Grieche verließ 2006 den 1. FC Köln und
unterschrieb einen Vertrag bei Rot-Weiss Essen. Er hinterließ in seinen
acht Auftritten allerdings einen sehr unglücklichen Eindruck. Am 8.
Spieltag wurde er erst nach einer Stunde eingewechselt, trotzdem
schaffte er es, sich in der Nachspielzeit, in der Paderborn noch zwei
Tore zum 2:2-Ausgleich erzielen konnte, die Gelb-Rote Karte abzuholen.
Endgültig unten durch war er nach einer Aktion im Spiel gegen
Erzgebirge Aue am 13. Spieltag: Bei einem absolut rot-würdigen Foul kam
er zwar mit einer Gelben Karte davon, brach sich bei dieser
überflüssigen Aktion allerdings das Bein, so dass er anschließend keine
Sekunde mehr das rot-weisse Trikot tragen durfte. Es folgte sein
Wechsel in die erste Griechische Liga zu Diethnis Enosis Ergotelis.
Anfang 2009 zog er weiter nach Zypern, mittlerweile ist Grammozis für
Omonia Nikosia am Ball.
(8 Spiele / 0 Tore)
Denis Epstein (2.7.1986):
Der gebürtige Kölner verließ in der Winterpause 2006/2007 seinen 1. FC
und kam als Wunschspieler von Lorenz-Günther Köstner als Leihgabe nach
Essen. Dort absolvierte er allerdings nur fünf Partien, nach dem 24.
Spieltag durfte er sich dem knappen Dutzend ausgemusterter Spieler
anschließen, die Köstner nicht mehr im Kader berücksichtige. Von Köln
aus wechselte er für ein Jahr nach Offenbach, anschließend folgte er
dem Ruf der weiten Welt und unterschrieb bei Iraklis Thessaloniki, wo
er sich zum unumstrittenen Stammspieler mauserte und regelmäßig zum
Einsatz kommt.
(5 Spiele / 1 Tor)
Ferhat Kiskanc -> 2007/2008 (Saison folgt)
Stijn Haeldermans -> 2007/2008 (Saison folgt)
Michael Lorenz -> spielt in Essen
Sturm
Serkan Calik (15.3.1986):
Der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler stammte aus der Jugend von
Rot-Weiss Essen und kam bereits in der Saison 2004/2005 zum ersten Mal
in der Ersten Mannschaft zum Einsatz. In der nachfolgenden Spielzeit
sicherte er sich einen festen Platz im Kader der Rot-Weissen und konnte
in 23 Spielen dreimal einnetzen. In der Zweiten Liga war er zwar der
Stürmer mit den meisten Einsätzen, allerdings war die Torgefährlichkeit
nicht seine größte Stärke. In seinen 29 Spielen machte er zwar nur zwei
Tore, schaffte aber als „Wühler“ viele Räume für seine Mitspieler. Als
Galatasaray Istanbul anklopfte, war er nicht zu halten. Im Januar
entschied sich Calik, in Zukunft für die Türkei und nicht für
Deutschland aufzulaufen. Trotzdem konnte er sich am Bosporus bisher
nicht durchsetzen, der nur 167 Zentimeter große Calik spielt nur selten.
(55 Spiele / 5 Tore)
Danko Boskovic (27.1.1982):
Danko Boskovic kam 2005 vom SV Wehen an die Hafenstraße, und schoss RWE
mit seinen 13 Saisontoren in seiner ersten Saison zurück in die Zweite
Liga. Obwohl er dort verletzungsbedingt in der Hinrunde nur wenig
eingesetzt wurde, war er mit acht Treffern erneut bester Essener
Torschütze. Nach dem Abstieg von Rot-Weiss Essen blieb er in der
Zweiten Liga, der SC Paderborn sicherte sich seine Dienste. Dort erlitt
der Cousin von Dragan Bogavac jedoch einen Knorpelschaden und
absolvierte insgesamt nur drei Partien für den SCP. Sein auslaufender
Einjahresvertrag wurde nicht verlängert. Nach einem halben Jahr in der
Vereinslosigkeit, nahm der SV Sandhausen den deutschen Stürmer, dessen
Eltern aus Montenegro stammen, für ein halbes Jahr unter Vertrag. Vorab
war schon über seine vermeintliche Sportinvalidität gemunkelt worden,
als er einen unterschriftsreifen Vertrag in Aue ablehnte und nicht zur
medizinischen Untersuchung erschien. Seit dieser Saison ist Boskovic
beim SV Wehen-Wiesbaden unter Vertrag, wurde in letzter Zeit aber fast
nur als Einwechselspieler aktiv.
(56 Spiele / 21 Tore)
Alexander Löbe (13.11.1972):
Alexander Löbe kam vor der Saison 05/06 bereits als "alter Hase" nach
Essen, jedoch mit der Empfehlung von 53 Toren in den drei Spielzeiten
zuvor für Wattenscheid und Paderborn. Dies sorgte dann auch dafür, dass
er trotz seines für Fußballer doch recht fortgeschrittenen Alters
sofort einen Drei-Jahres-Vertrag erhielt. Allerdings konnte er in Essen
nicht ganz an seine Quote aus den vorhergehenden Spielzeiten anknüpfen
und wurde insbesondere in der Rückrunde 06/07 nur noch sporadisch
eingesetzt. Nach dem Abstieg löste er seinen noch laufenden Vertrag in
Essen auf, um seine Karriere in Radevormwald ausklingen zu lassen,
tauchte jedoch nur kurze Zeit später beim Zweitligisten SC Paderborn
auf. Er kam dort zwar durchaus regelmäßig zum Einsatz und erzielte noch
das ein oder andere Tor konnte jedoch den Abstieg nicht verhindern und
beendete nach der Saison seine Karriere.
(35 Spiele / 8 Tore)
Solomon Okoronkwo (2.3.1987):
Der Nigerianer wurde in der Winterpause 2006/2007 von Hertha BSC
ausgeliehen, um den in der Hinrunde wenig erfolgreichen Sturm zu
verstärken. Es reichte jedoch bei 15 Einsätzen gerade mal zu einem Tor
(beim 3:1 in Karlsruhe). Nach seiner Rückkehr zur Hertha spielte er
noch eine Saison in Berlin und wurde dort häufig nur eingewechselt (19
Einwechslungen bei 22 Spielen insgesamt), traf aber immerhin noch
viermal. Danach wurde er vom damaligen Team von Jürgen Röber, Saturn
Ramenskoje, verpflichtet, wo er immer noch spielt, den Spielbeginn
jedoch weiterhin häufig von der Bank erlebt.
(15 Spiele / 1 Tor)
Paulo Sérgio (8.3.1976):
Der in der Sommerpause 2006 von Vitória Guimarães verpflichtete
Portugiese galt vor der Saison als technisch starker Topstürmer.
Allerdings zeigte sich schon nach kurzer Zeit eine hohe
Verletzungsanfälligkeit gepaart mit Eingewöhnungsschwierigkeiten. So
kam er im Laufe der Saison nur noch sporadisch zum Einsatz und
wechselte nach dem Abstieg aus der zweiten Liga zurück nach Portugal zu
CD Trofense, von wo aus es ihn wiederum nach nur einer Saison weiter
zum zypriotischen Club Ermis Aradippou FC zog. Dort verweilte er
ebenfalls nur eine Saison, bevor er vor der aktuellen Saison wieder
zurück nach Portugal zum dortigen Drittligisten Atlético Clube Portugal
ging.
(10 Spiele / 1 Tor)
Arie van Lent (31.8.1970):
Der bullige Mittelstürmer, der bereits 1991 im deutschen Profifußball
debütiert hatte, war bei seinem Wechsel zu Rot-Weiss Essen Anfang 2006
nicht mehr der Allerjüngste, sollte dem Essener Team allerdings mit
seiner Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor eine
Hilfe sein. Seine Arbeit erledigte er in seiner ersten Saison auch
überaus erfolgreich, in zwölf Spiele war er sechsmal als Torschütze
erfolgreich. In der Zweiten Liga konnte er aber in Sachen Tempo und
Kondition nicht mehr mithalten, so dass sein Vertrag in der Winterpause
aufgelöst wurde und Arie van Lent seine Karriere nach 120 Erstliga- und
142 Zweitligaspielen mit insgesamt 92 Toren beendete. Im Sommer 2007
wurde er als neuer Trainer beim damaligen Oberligisten 1. FC Kleve
vorgestellt und führte diesen gleich in seiner ersten Saison in die neu
gegründete Regionalliga West. Am 8. November 2008 traf er mit seinem
Verein auf Rot-Weiss Essen, die Klevern erkämpften sich im eigenen
Stadion beim 2:2 einen Punkt. Am 28. Februar 2009 wurde van Lent wegen
ausbleibender Erfolge im Kampf um den Klassenerhalt entlassen, auch
ohne van Lent stieg Kleve am Ende der Saison in die NRW-Liga ab.
Seitdem wartet der Deutsch-Niederländer auf einen neuen Arbeitgeber.
(19 Spiele / 6 Tore)
Zu Teil II - Saison 2004/05
Zu Teil III - Saison 2005/06
JETZT »
Tabelle
| 1 | Lotte | 42 |
| 2 | Gladbach II | 41 |
| 3 | Trier | 37 |
| 4 | Köln II | 31 |
| 5 | Wuppertal | 30 |
| 6 | Dortmund II | 28 |
| 7 | Fort. Köln | 27 |
| 8 | Mainz II | 26 |
| 9 | Lautern II | 26 |
| 10 | Wiedenbrück | 26 |
| 11 | Verl | 24 |
| 12 | RW Essen | 24 |
| 13 | Schalke II | 24 |
| 14 | Bochum II | 24 |
| 15 | Elversberg | 21 |
| 16 | Idar-Oberst. | 20 |
| 17 | D'dorf II | 19 |
| 18 | LeverkusenII | 17 |
| 19 | Koblenz | 13 |


