Ich sach ma

Wenn's draußen nicht so arschkalt wäre, könnte man meinen, es wäre Sommerloch, wenn man sich aktuell so den Mediendschungel im Bereich Profifußball anschaut. Da ist von Affären und Intrigen die Rede, von heißen homosexuellen Verwicklungen, von Liebesmails und wildem Gefummel im Hotelzimmer.
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Dass Rot-Weiss Essen seit Monaten und Jahren ein Spielball der politischen Klasse in der Stadt Essen ist, ist ja bekannt. Doch inzwischen wird immer deutlicher, dass der mit viel Pomp gefeierte "Anstoß" zum Stadionneubau nur billiges Wahlkampftheater war.
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Die Hiobsbotschaften rund um Rot-Weiss Essen und den geplanten Stadionneubau reissen nicht ab. Die Stadt setzt dem Verein die Pistole auf die Brust und stellt ihrerseits weitere Forderungen.
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Seit Donnerstag erhitzt ein Reviersportinterview von Goalgetter Sascha Mölders die Gemüter der RWE-Fans. Viele fühlen sich missverstanden oder reagieren sogar erzürnt auf die Anklagen, die der Kapitän (vielleicht sogar im Namen der Mannschaft?) erhebt. An dieser Stelle nun mal ein paar unangenehme Wahrheiten, allerdings nicht nur für die Mannschaft.
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Die Ära von Thomas Strunz an der Hafenstraße wurde unter Flutlicht beendet. Nach der Niederlage gegen die Kölner Amateure, welche zugleich die dritte Heimniederlage in der noch jungen Saison bedeutete, musste der Vorstand um Stefan Meutsch die Notbremse ziehen.
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Nun ist es also soweit. Was sich in den letzten Wochen bereits abgezeichnet hatte, wurde im letzten Heimspiel gegen Oggersheim offiziell bestätigt: Für Stefan Lorenz gibt es an der Hafenstraße keine Zukunft. Gerüchten zufolge sind Münster und Union Berlin interessiert, es wird sich in den nächsten Wochen entscheiden, wohin der Weg des gebürtigen Berliners führt.
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Die beste Band in Essen hatte mal wieder einen Liveauftritt am 6.Juni im Turock am Viehofer Platz. Einen Mitschnitt vom Gig gibt es bei uns.
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Noch vor wenigen Wochen konnte bei allen Vereinsbeobachtern der Eindruck entstehen, dass die Führungsetage von RWE ausschließlich Thomas Strunz als Mitglied hat. Er wurde in der Presse zitiert, vertrat den Verein bei öffentlichen Terminen, sprach das Vorwort in der „Kurzen Fuffzehn“, war Patrone für zahlreiche Aktionen mit oder rund um RWE, brachte die Vereinsumstrukturierung ins Rollen und informierte RWE-Fans in schwierigen Zeiten direkt über das Internetforum. Wo auch immer es um Rot-Weiss Essen ging und geht, der Name Strunz war und ist stets präsent.
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Nach nur dreieinhalb Stunden war die ordentliche Mitgliederversammlung 2009 beendet, die für eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte des Vereins RWE steht. Die Stimmung war trotz positiver Signale dennoch verhalten. Die Skepsis war, nachdem in den letzten Jahren so viel versprochen und so wenig gehalten wurde, beinahe spürbar und doch war alles irgendwie anders als sonst.
Bericht Fotos

Die Hafenstraße: ein Ort mit Tradition und der schnell überkochenden Emotionen. Gegner werden in Grund und Boden gepfiffen, die eigene Mannschaft wird unentwegt nach vorn gepeitscht und bedingungslos unterstützt. Wer nun stutzt, hat erkannt, dass wir, mittlerweile im Jahre 2009 angekommen, längst nicht mehr diese knisternde Atmosphäre der vergangenen Tage zu spüren bekommen. Dies ist zum einen eine, der sportlichen Talfahrt geschuldete, natürliche Entwicklung, zum anderen hat sich die vormals bedingungslose Unterstützung in ihr komplettes Gegenteil gekehrt.
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